Pulsatilla - die KuhschelleDie Auflistung der Namen der Pulsatilla soll dem Leser die verschiedenen Wesensmerkmale, die im volkstümlichen Sprachgebrauch Eingang in die Namensgebung gefunden haben, vermitteln; und es möglich machen, die Pulsatilla auch in fremden Gegenden wieder zu finden:
Pulsatilla pratensis Mill. = Anemonae pratensis L., Pulsatilla vulgaris Mill., kleine Küchenschelle, Osterblume, Schlottenblume, Mutterblume, Wind-, Hackel-, Wei- und Wildmannskraut, Bisswurz, Bergmändel, Tageschlaf, Bocksbart, scheues Mädchen, Windblume, Kuhschellenkraut, Schlafblume, Wolfspfote, Klockenblume, Trolla, Merznbecherl, Haferblume.
Pulsatilla des pres (franz.), Meadow windflower (engl.), Pulsatilla (ital.), Kobjelde (dänisch), Kubjelle (norweg.), Backsippa (schwedisch), Sasanka (polnisch), Son trawa (russisch), Koniklec (tschechisch), Kökörcsin (ungarisch).Monographie
Pulsatilla gehört der Familie der Ranunculacaen, den Hahnenfußgewächsen an.
Fälschlicherweise wird sie heute noch häufig der Gattung der Anemonen zugeordnet, aus der die Botaniker sie schon seit vielen Jahrzehnten, wegen des großen Artenreichtums der Anemonen, als eigene Gattung ausgegliedert haben. Der Name Anemone hat seinen Ursprung in dem griechischen ánemonos, das man mit Wind übersetzen kann. Die Pulsatilla wird durch den Wind verbreitet und biegt sich mit dem stärksten Wind ohne zu brechen. Pulsatilla kommt von dem lateinischen Wort pulsare, was schlagen, stoßen, läuten heißt und auf die Glockenform der Blüte zurückzuführen ist.
Die Kuhschelle ist eine kleine, aber kräftige und zugleich biegsame Pflanze, mit zarten violetten Blütenblättern. Sie wächst bevorzugt in kleinen Gruppen an einem sonnigen bis schattigen Standort, in sand- lehmigen Boden, je nach Art ist sie mehr oder minder Kalkliebend. Die Blütezeit erstreckt sich ebenfalls je nach Art von März bis August. Teilweise blüht sie sogar schon wenn noch Schnee liegt. Sie hat einen mehrjährigen, starken, ästigen, vielköpfigen Wurzelstock, der weit in die Tiefe geht und ein versetzen selten unbeschadet überlebt. Die Stengel, Stengelblätter und Blütenblätter, sowie der Fruchtstand sind stark beharrt. Die violetten Blütenblätter umgeben die gelben Pollensäcke, welche an langen Staubblättern dem Betrachter entgegenwachsen. Eine eigenart von ihr besteht darin, das die ganze Pflanze nach der Befruchtung größer wird, fast über sich hinauswächst, aber nachdem der Wind die Samen fortgetragen hat, wieder in sich zusammensinkt.
Geschichte der medizinischen Verwendung
- Aus den violetten Blütenblättern der Pulsatilla kann man einen grünen Farbstoff gewinnen, der früher zum Ostereierfärben benutzt wurde.
- Leeser berichtet: "Nach einemalten Aberglauben darf die Frühlingsküchenschelle (Puls. vernalis Mill.) nicht ins Haus, wenn die Gänse brüten, weil sonst dei Brut in den Eiern ersticken würde."
- Die Essenz der Frischen Pulsatilla wurde zur Herbeiführung eines Abortes benutzt, wobei die Frau jedoch häufig auch den Tod fand (A. Krüger).
- Adalbert von Chamisso schreibt in seinem "Illustriertem Heil-, Gift- und Nutzpflanzenbuch": "Diese Pflanze (Puls. pratensis), die ehedem officinall gewesen, besitzt eine ausnehmende Schärfe; wenn man ihren Saft auspreßt, reichen dessen Ausdünstungen hin, die Augen zu entzünden und mit Tränen zu füllen. Man macht von diesem ätzenden Safte Gebrauch und behandelt alte Wunden, bösartige Geschwüre von Pferden und anderen Haustieren... . Die Bauern in Schweden kauen die Wurzel der Waldküchenschelle (Puls. Vernalis) als ein Mittel gegen Zahnschmerzen."
- Eine frühe Erwähnung der Heilkraft der Pulsatilla findet sich bei Johann Becher, der in seinem 1663 erschienenen Parnassus-Medicinalis schreibt. "Sehr trocken/ hitzig ist das Kuchenschellenkraut/ Es gleicht dem Hahnenfuß/ zieht Blasen auff der Haut. Steht wieder Pestilentz/ treibt Schweiß und auch das Gifft/ Durch Kuchenschellenkraut/ viel nutzlichs wird gestifft. Kuchenschellenkraut gibt zum Gebrauch die Wurzel, Blätter und den Saft. Wird hoch gepriesen wider die Pestilentz, so man ihrer ein Quintlein schwehr alle Tage in warmen Trunckwein einnimpt/ hat im übrigen gleiche Wirkung mit den Hahnenfüssen und Anemonen Rößlein/ derentwegen es auch selbigen angehenckt worden."- Der Erste der sich wissenschaftlichmit der medizinischen Wirkung der Pulsatilla auseinandersetzte, war der Wiener Hofarzt Anton von Störck. Er verwendete für seine Versuche Pulsatilla nigricans, nach Leesers Ansicht können jedoch keine gravierenden Unterschiede in der Heilwirkung der verschiedenen Pulsatillaarten (P. vulgaris, P. pratensis, P. nigricans) vorliegen. Von Störck führte im Jahre 1771 Arzneimittelprüfungen mit Pulsatilla am Menschen durch. Daraufhin empfahl er sie bei verschiedenen Augenerkrankungen, wie grauer Star, Blindheit, Augeneiterungen und Hornhautfell; gegen Syphiles, bei heftigen nächtlichen Gliederschmerzen und bei Lähmung. Desweiteren fiel ihm die Anregung der Nierentätigkeit und die Erregungvon Durchfällen auf, und er wandte sie innerlich und äußerlich bei Geschwüren und Flechten an. Wie schon Hippokrates vor ihm, erkannte von Störck, daß die Pulsatilla die Menses herbeiführt und in Ordnung bringt. Außerdem war ihm ihre gute Wirkung bei der Behandlung von Melancholie und Depression bekannt.
- Madaus nennt noch eine Reihe anderer Autoren die weitere Indikationen zur Anwendung der Pulsatilla angeben
: - In die Nase geträufelt zur Reinigung des Hirns (Lonicerus 1564).
- Febris quartana und Pestilenz, wie auch zum Ätzen von Warzen, Mälern und faulem Fleisch (Matthiolus 1626).
- Schneidender Kopfschmerz (Hahnemann).
- "... man legt die frisch zerquetschten Blätter der Küchenschelle auf das Hinterhaupt bei Kopfschmerzen, Erkältungen und dergleichen, behufs der Ableitung auf die Haut."
(Augustinovitsch 1853)
- Die Kinder werden bei Schlaflosigkeit mit der Pflanze beräuchert und bei Fieber legt man sie auf den Puls (Annenkow 1878)
- "... ein Aufguß der Pflanze wird bei Rheumatismus, Hämorrhoiden, Kopfschmerzen und Nachtblindheit gebraucht." (Goretzki und Wiljik 1885)
- Die Samen werden bei Steinkrankheit in abgekochter Form oder als Tinktur gegeben (Gornitzki 1887)
- Bei "der Erkrankung der Sexualorgane beider Geschlechter, z.B. der gonoohöischen Epididymitis und der Dysmenorrhoe, der Entzündung des Uterus und der Adnexe" wirkt Pulsatilla beruhigend (Martel, Bazy, Dormand, Bovet).
- Pulsatilla bewirkt einen "hypnotischen Zustand mit Verminderung der Sensibilität, (...), darauf folgt ein Lähmungszustand, der sich fortschreitend von den Extremitäten auf die Atmungsmuskulatur erstreckt. Man beobachtet gleichzeitig ein fortschreitendes Nachlassen der Herzschläge ohne Veränderung des Blutdruckes." (Ballon 1901) "Diese Beobachtungen berechtigen nach Leclerc (1927) die Anwendung der Pulsatilla in all den Fällen, wo es notwendig ist, eine nervöse Reizbarkeit und schmerzhafte Überempfindlichkeit zu mildern. Man gibt das Mittel bei krampfhaften Zuständen der Genitalorgane, bei Neuralgie, Migräne, gegen die kardiovasculäre Reizbarkeit und nervöse Dyspepsie."
Das Pulsatilla-Kind
Das Pulsatilla-Kind ist zunächst, wenn man es kennenlernt, zurückhaltend und scheu dem Fremden gegenüber. Anders als seine Geschwister präsentiert es sich nicht direkt, um den Besucher einzunehmen. Es hält sich lieber etwas im Hintergrund, orientiert sich an seinen Bezugspersonen und beobachtet aus dieser Sicherheit heraus.
Hat das Kind dann Zutrauen gefaßt, sucht es vorsichtig und zart den ersten Kontakt. Es bringt vielleicht ein kleines Geschenk, schaut, wie der Besuch reagiert und freut sich, wenn dieser sich freut. Fast immer wird das Kind auf sein feines Näherkommen hin aufmerksam und liebevoll behandelt werden. Nun ist das Kind vollkommen offen und vertraulich. Es hat seine anfängliche Scheu abgelegt, der Besuch wird in alle Geheimnisse eingeweiht, überall mithingenommen und alle Süßigkeiten und sonstigen Kostbarkeiten werden vertrauensvoll mit ihm geteilt.
Die meisten Besucher werden sich wohl bald von der lieben, leisen Art des Pulsatilla-Kindes um den Finger wickeln lassen und ihr Herz ist gewonnen.
Nun hat aber Pulsatilla ein sehr großes Liebes- und Zärtlichkeitsbedürfnis, die liebgewonnenen Personen werden es bald zu spüren bekommen. Anfänglich sitzt das Kind auf des Besuchers Schoß oder kitzelt ihn ein wenig, um ihn zu fühlen; dann wird daraus ein dauerndes Umarmen und ein An-dem-Besucher-Kleben. Pulsatilla kann eine lebendige Klette werden, die sich ungern abschütteln läßt. Für die Mutter oder den Vater, die immer bei dem Kind sind, wird Pulsatilla ein richtiger "Dranhänger". Den ganzen Tag läuft das Kind während der alltäglichen Arbeiten der Eltern, von einem Zimmer in's andere, hinter ihnen her. Besonders groß ist das Verlangen nach Nähe, wenn es Pulsatilla nicht gut geht. Wenn es krank ist oder jemand nicht lieb zu ihm ist.
Bleibt das Pulsatilla-Kind mal alleine zuhause, hat es große Angst, die Eltern kämen gar nicht wieder. Es fühlt sich sehr verlassen.
Pulsatilla ist sehr harmonieabhängig. Streit zwischen den Eltern oder in der Gruppe, in der es sich befindet, auch wenn mit ihm geschimpft wird, kann es gar nicht ertragen.
Es wird still, traurig und empfindlich. Die geringste Kleinigkeit bringt es jetzt zum Weinen, es ist vollkommen aus der Fassung geraten, sein harmonischer Rückhalt fehlt ihm.
Schön ist, daß man es ganz leicht wieder trösten kann. So schnell wie die Tränen gekommen sind, so leicht kann man sie auch wieder wegwischen und ein Lachen auf das Gesicht zaubern, wenn man es nur liebevoll in den Arm nimmt und ihm gut zuredet. Pulsatilla braucht und fordert diesen Trost. Weiß man das, ist es relativ einfach mit ihm umzugehen.
Zuweilen ist jedoch das Harmoniebedürfnis von Pulsatilla und die ständige Trostsuche sehr anstrengend. Nie können Pulsatilla-Menschen einen Streit einfach mal stehen lassen, und man muß sie wohl sehr liebhaben oder sehr geduldig sein, um das immer ertragen zu können.
Ist das Pulsatilla-Kind ständig einer sehr gespannten Stimmung ausgesetzt, z.B. dem Streit seiner Eltern, so wird es wahrscheinlich krank. Es braucht eine wohlige, liebevolle und verständnisvolle Umgebung. Die Sicherheit in der Familie gibt ihm den nötigen Rückhalt, um nach außen hin agieren zu können.
Das Pulsatilla-Kind ist die geborene "Puppenmutter". Den ganzen Tag macht und tut es für sein Püppchen, kocht und näht für es und schleppt es überall mit hin. Im Gegensatz zu seinen Geschwistern sorgt Pulsatilla wirklich für seine Puppe, es vergißt nicht, sie abends mit in sein Bett zu nehmen, und auf der Reise muß die Puppe dabeisein. Vergißt es die Puppe doch einmal, ist der Schmerz groß.
Schwierig wird es für Pulsatilla auch, wenn es mehrere Puppenkinder hat, jedoch nur eine Puppe mit auf die Reise nehmen darf; welche Puppe soll es denn mitnehmen, und werden sie es ihr verzeihen, wenn sie zuhause bleiben müssen?
Das Reisen ist überhaupt problematisch für Pulsatilla. Leicht überfällt sie das Heimweh nach der gewohnten Umgebung. Auch die Pulsatilla-Pflanze ist schlecht zu verpflanzen. Sie reist nicht gerne von einem Ort zum anderen (im Gegensatz zu ihrem Tuberculinum-Pendant), wohler fühlt sie sich, wenn sie sich auch an ihrem Urlaubsort nach einigen Tagen etwas eingerichtet und eingelebt hat. Aber die wichtigste Voraussetzung für ihr Wohlbefinden ist es, alle ihre Liebsten bei sich zu haben. Die müssen mit verreisen, denn so ganz alleine fühlte sie sich vollkommen leer und verlassen.
Alle bisher beschriebenen Eigenschaften gelten gleichermaßen für Kinder wie auch für Erwachsene. Das Mittel Pulsatilla bekommen Männer und Frauen, wobei mehr Pulsatilla-Frauen entdeckt werden, weil das anlehnungs- und äußerst harmoniebedürftige Wesen der Pulsatilla in unserer Gesellschaft noch immer eher offen von Frauen gezeigt und gelebt wird.
Die zurückhaltende, empfindsame, liebevolle und harmoniebedürftige Pulsatillaart ist bei Erwachsenen jedoch häufig nicht mehr so leicht zu erkennen, da Pulsatilla versucht, sich unserem Zeitgeist anzupassen und etwas härter zu erscheinen, als sie tatsächlich ist. Nur die nächsten Angehörigen kennen die Pulsatilla-Eigenschaften an ihnen... .
Pulsatilla in der Pubertät
Pulsatilla ist ein häufig angezeigtes Mittel für junge Mädchen in der Pubertät. Sie kichert und lacht, ist albern und geschwätzig, schwärmt heute für dieses, morgen für jenes. Der typische "Himmelhochjauchzend-zu Tode betrübt"-Zustand der Pubertierenden entspricht der wechselhaften Launigkeit, die den Pulsatilla-Menschen immer zu eigen ist. Deshalb kann eine Pulsatillagabe helfen, wenn der Weltschmerz zur Depression wird. Die körperlichen Beschwerden der Pulsatilla-Menschen beginnen häufig in diesem Alter. Es heißt, Pulsatilla sei ein Mittel für Frauen zwischen der Menarche und dem Klimakterium. Eine andere Schwierigkeit beginnt für Pulsatilla in diesem Alter: Pulsatilla, die zu den Konstitutionen mit den größten Entscheidungsschwierigkeiten gehört, weiß nicht, welchem Geschlecht sie sich zuwenden soll.Pulsatilla in einer Partnerschaft
Pulsatilla eines der Mittel, die in der Lage sind, problemlos mehrere Liebesbeziehungen einzugehen. Sie ist mit ihren Gedanken und Gefühlen jeweils bei dem Partner, bei dem sie sich gerade aufhält. Fordert ein Partner eine Entscheidung von ihr, antwortet sie: "Ich hab' Euch doch alle beide lieb !" Sie selbst ist jedoch durchaus eifersüchtig. Ist sie in eine festen Beziehung eingebunden, die sie ausfüllt, oder hat sie eine eigene Familie, in der sie glücklich ist, so ist sie meist sehr treu.
In einer Partnerschaft kann Pulsatilla sehr abhängig sein. Abhängig von Liebe und Zuwendung des geliebten Menschen. Je weniger sie meint, diese zu erhalten, oder je kränker sie ist, desto mehr fordert sie diese. Mit lauter Liebesüberschüttungen und Liebesforderungen überfordert sie ihren Partner häufig. (Sie kann ihn sogar dadurch verlieren.) Pulsatilla ist sehr sinnlich. In ihrem Zärtlichkeitsbedürfnis verhält sie sich nicht viel anders, als die Pulsatilla-Kinder es tun, und man kann ihr nur wünschen, daß sie einen Partner hat, der damit zurechtkommt und sie nicht schroff abweist, weil es ihm der Zärtlichkeit zuviel wird. Daß man deshalb abgewiesen werden kann, kann Pulsatilla nicht verstehen, und sie welkt dann dahin.
Pulsatilla gibt und empfängt sehr gerne Zärtlichkeit, sie ist sehr hingebungsvoll. Allerdings muß sie denjenigen (diejenige), dem (der) sie sich hingibt und ihre Liebe schenkt, auch lieben. Ihre Liebe kommt von Körper und Seele und ist nicht verführerisch frivol, sondern warm, umhüllend und behütend. Sie schwelgt nicht in sexuellen Phantasien wie Phosphor, sie lebt auch, was sie empfindet. Pulsatilla ist glücklich und gesund, wenn sie sich richtig geliebt fühlt.
Im allgemeinen ist das Zusammensein mit Pulsatilla-Menschen sehr gemütlich und angenehm, wenn man nicht gerade allergisch auf Harmonie reagiert. Pulsatilla ist sehr anpassungsfähig und schafft in ihrer freundlichen Art eine ausgeglichene Atmosphäre. Sie verträgt sich gut mit anderen und geht auf diese ein. In der Beziehung geschieht letztendlich das, was sie will. Dies ist umso erstaunlicher, als sie doch gar nicht so dominant erscheint. Pulsatilla kann eine penetrante Art haben zu schmollen. Paßt ihr etwas nicht, schweigt sie und setzt eine beleidigte Miene auf. Ihr Partner hat das gefälligst zu merken... . Des weiteren hat er sie zu fragen, was sie denn habe. Woraufhin sie erst einmal das Schweigen fortsetzt. Erst nach einigen Bemühungen, in denen der Partner zeigen muß, daß er nun vollkommen aufnahmebereit für sie ist und wirklich gewillt, sie umzustimmen und sie all seiner Liebe und Zärtlichkeit versichert, läßt sie sich herab, ihm mitzuteilen, was nun wieder vorgefallen ist.
Der Auslöser für ihre Verstimmung kann eine Kleinigkeit gewesen sein, vielleicht nur, daß er sie zuvor nicht freundlich oder nur abwesend angeblickt hat; sogenannte Lappalien, die jedoch ernst genommen werden sollten, denn Pulsatilla fühlt sich wirklich tief verletzt. Nun bricht all ihre Verzweiflung über diese schlechte Behandlung aus ihr heraus, sie klagt und weint. Doch mit viel Liebe wird ihr Partner sie bald wieder beruhigt und besänftigt haben. Wenn einmal etwas nicht nach Pulsatillas Willen läuft, sie nicht die gewohnte Aufmerksamkeit erhält oder der Partner nicht bereit ist, auf sie einzugehen, kann Pulsatilla zickig werden. Sie nörgelt und hat an Allem und Jedem etwas auszusetzen. Nichts und niemand kann es ihr recht machen.
Pulsatilla begibt sich gerne aus der geborgenen Abhängigkeit von ihren Eltern direkt in die Sicherheit einer Beziehung. Sie vermeidet es, eine Zeitlang auf sich gestellt zu sein und bleibt auf diese Weise unselbständig. Frau Coulter schreibt dazu: "Ein unabhängiger Pulsatilla-Mensch sei entweder durch äußere Umstände, wie z.B. dem Tod der Eltern, oder aber durch eine Pulsatillagabe in den Zustand der Selbständigkeit versetzt worden". Verliert Pulsatilla ihren Partner und hat sie ihn noch so sehr geliebt, so wird sie doch bald eine neue Beziehung eingehen, da sie alleine vor Kummer krank würde.Pulsatilla und ihre Familie
Pulsatilla lebt für ihre Familie. In der Gemeinschaft mit ihren Kindern und ihrem Mann (seiner Frau) blüht sie auf. Es ist dies wahrscheinlich die erfüllteste und schönste Zeit ihres Lebens. Wie zuvor ihre Puppenkinder versorgt sie nun ihre Familienmitglieder. Sie ist sehr aufmerksam, liebevoll und verbreitet eine behagliche Atmosphäre.
Ihre liebevolle Umsorgung kann sich allerdings bis in's "gluckenhafte Bemuttern" steigern und Pulsatilla kann sogar unwirsch werden, wenn die anderen nicht so bemuttert werden wollen.
Sie pflegt sehr gerne Tiere, besonders natürlich, wenn diese krank sind und ihre Hilfe daher umso mehr benötigen. Da kann sie endlich ihr Liebesbedürfnis ausleben. Pulsatillas Mitleid wird sich eher auf ihre vertraute Umwelt beziehen und sich nicht wie z.B. bei Causticum oder Phosphor auf die gesamte Menscheit ausdehnen.
Gehen die Kinder aus dem Haus, ist dies für Pulsatilla häufig der Zeitpukt des Zusammenbruchs. Mit der Leere, die die Kinder hinterlassen und damit, daß sie nun niemanden mehr umsorgen kann, kommt sie nicht zurecht.
Eine andere Möglichkeit für Pulsatilla, Gemeinschaft und Halt zu finden, kann eine religiöse Gemeinschaft sein. Sie wird einfache, natürliche Richtungen, die ihr entsprechen, bevorzugen. Da neigt sie allerdings zu einem gewissen Übereifer, sie nimmt ihre Dogmen sehr ernst und gibt sich diesen völlig hin. Oder sie wechselt wegen ihrer Entscheidungsunfähigkeit dauernd ihre Glaubensrichtung.
Pulsatilla in der Schwangerschaft
Wird eine Pulsatilla-Frau schwanger, so wird sie meist, den widrigsten Umständen zum Trotz, ihr Kind auch bekommen. Dagegen fällt ihr die bewußte Entscheidung, ein Kind zu planen, wieder sehr schwer.
Pulsatilla blüht in der Schwangerschaft auf, es ist die schönste Zeit ihres Lebens. Nach der Geburt findet sich bei Pulsatilla "Weinen ohne Grund"3. So wie sie sich verlassen fühlt, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, bedeutet schon die körperliche Trennung von ihrem Kind nach der Geburt Trauer für sie.
Eine tatkräftige Frau, die nach der Geburt Schwierigkeiten hat, mit ihrer neuen Mutterrolle zurechtzukommen, könnte mit Sepia verwechselt werden. Sepia jedoch ist eher aggressiv, weil sie durch das Kind eingeschränkt ist, Pulsatilla dagegen kann von ihrer Mutterschaft enttäuscht sein, weil sie ihren hohen Ansprüchen an das Mutter-Sein nicht gerecht werden kann.
Pulsatilla wird bei Unfruchtbarkeit angewandt, bei Scheinschwangerschaft und neben vielen Schwangerschaftsbeschwerden besonders zur Geburtsvorbereitung. Es bewirkt eine sanfte Geburt, indem es die Hingabefähigkeit an die Geburt erleichtert. (Puls.D4 und Caul.D3,D4, 6 Wochen vor der Geburt je 2x tgl. im Wechsel zu geben, mit Einschaltung von arzneifreien Tagen.Bei Männern gibt es das Symptom des Schwangerschaftsneides, wie des Stillneides. Pulsatilla im Verhältnis zu ihren Mitmenschen
Geht es Pulsatilla gut, kritisiert sie die anderen wenig, dazu ist sie zu tolerant und nachgiebig. Sie hat viel Optimismus und gibt dadurch sich und anderen Mut. Ihrerseits ist sie aber auch leicht zu entmutigen. Um ihre Leistungen zu steigern, braucht Pulsatilla Lob und Ansporn. Wird sie nur getadelt, tut sie bald gar nichts mehr. Dagegen "akzeptiert sie konstruktive Kritik und gibt Fehler zu ", sie ist ja immer um die Harmonie bemüht und bereit, sich dafür zu ändern. Sie bereut ihre Fehler und ist froh, wenn sie sie wieder gutmachen kann. Es fällt ihr nicht schwer, sich zu entschuldigen. Ihrem Gegenüber verzeiht sie immer gerne, und sie ist nicht nachtragend. Sie verbittert nicht und gibt somit den Menschen immer wieder eine Chance, neu Freundschaft zu schließen.
In einer Diskussion bezieht Pulsatilla selten einen festen Standpunkt, sie ist offen für die verschiedensten Ansichten ihrer Gesprächspartner - damit entspricht sie der Pflanze Pulsatilla, die sich mit dem Wind hierhin und dorthin biegt und dadurch nie umknickt.
Erscheint ihr die Argumentation eines anderen als einleuchtend, so neigt sie dazu , diese zu übernehmen. Sie kann auch "hartnaäckig und stur " sein, dies dann seltener in weltpolitischen Fragen als in alltäglichen Kleinigkeiten. Sie interessiert sich generell eher für die persönlichen Dinge als für die allumfassendere Politik.
Wenn sie doch einmal in einen Streit gerät, ist sie ganz verzweifelt, weint und nimmt alle Schuld auf sich, bis sie den anderen dadurch zwingt, selbst auch Schuld einzugestehen. Wenn Pulsatilla Probleme hat, muß sie diese mit vielen Leuten besprechen. Frau Coulter zitiert:" Ich habe ein langes Gespräch mit mir selbst geführt und mit fünfzig anderen Leuten..."4. Obwohl Pulsatilla taktvoll und feinfühlig ist, kennt sie, wenn es ihr schlecht geht, kein Maß mehr und sie überfordert ihre Gesprächspartner. Für Pulsatilla selbst sind diese Gespräche und die erhaltene Aufmerksamkeit heilend.
Andere Pulsatilla-Eigenschaften
Pulsatilla gehört zu den neidischen Mitteln. Meist bezieht sich der Neid auf Kleinigkeiten, so kann sie z.B. Freßneid entwickeln. Innerhalb ihrer Familie ist Pulsatilla selten neidisch, ihren Liebsten gönnt sie doch das meiste. Eher richtet sich der Neid auf fremde Leute.
Pulsatilla klatscht und tratscht gerne, sie ist dabei nicht intrigant und bezweckt gegen niemanden etwas Böses.Sie ist neugierig.
Pulsatilla, die immer so schüchtern dargestellt wird (das scheue Mädchen), ist ihren engen Bekannten gegenüber nicht schüchtern. Da ist sie in ihrer Natürlichkeit sehr ehrlich und offen und sagt geradeheraus, was sie denkt.
Pulsatilla nimmt intensiv am Schicksal anderer teil. Sie liest gerne rührselige Geschichten, und es tut ihr geradezu gut, mitfühlend einige Tränchen zu vergießen.
Pulsatilla leidet unter vielen Ängsten, besonders am Abend treten diese auf. Sie hat dann Angst, alleine in ihrer Wohnung zu sein. Überall, hinter jedem Vorhang und jeder Türe lauert das Böse. Sie hat Angst vor der Dunkelheit, Angst vor Männern (bzw. vor dem anderen Geschlecht), besonders nachts alleine draußen könnten die "bösen Männer" ihr etwas antun. Sie hat Angst in geschlossenen Räumen, sie ist sehr geräuschempfindlich und schreckhaft. Sie hat Angst verlassen zu werden, oder nicht geliebt zu werden.
Fühlt sie sich nicht geliebt, oder ein Streit ist unversöhnt geblieben, so kann sie nicht einschlafen. Sie kann überhaupt schlecht alleine einschlafen, am besten wird sie von ihrem Liebsten fest im Arm gehalten. Häufig kann Pulsatilla vor Gedanken nicht einschlafen. Ein Gedanke kreist in ihrem Kopf hin un her und läßt sie nicht zur Ruhe kommen. Oder sie muß unaufhörlich an die vielen Dinge denken, die sie am nächsten Tag zu erledigen hat.
Es gibt eine für Pulsatilla typische Schlafhaltung: Sie liegt auf dem Rücken, hält die Hände über dem Kopf und hat die Beine angezogen.
Pulsatilla muß immer bei offenem Fenster schlafen - obwohl sie sonst immer unter kalten Extremitäten leidet - sie hüllt sich dann vollkommen in mehrere Decken ein. Dabei werden mitunter ihre Füße in der Nacht so warm, daß sie sie rausstrecken muß.
Sie kann keine stickigen Räume vertragen und auch keine starke Sonne, da bekommt sie Kopfschmerzen und wird launisch und gereizt. (Bei Regen und Feuchtigkeit erkälten sich die Kinder leicht.)
Die meisten Pulsatilla-Arten blühen im Frühling und so geht es auch Pulsatilla-Menschen am besten, wenn sie sich in der kühlen, frischen Luft bewegen. Die liebste Jahreszeit ist den Pulsatilla-Menschen der Frühling. So wie die Pulsatilla-Menschen die Stimmungen wechseln, mögen sie auch gerne das wechselhafte Wetter.
Pulsatilla kann mit ihren Mitmenschen "mit-krankwerden". Sie ist so aufmerksamkeitsbedürftig, daß, wenn eine andere kranke Person alle Aufmerksamkeit für sich beansprucht, sie krank wird, damit ihr auch wieder etwas Zuwendung gebührt.
Pulsatilla als Patientin Kommt ein Pulsatilla-Patient zur Anamnese und ist der Pulsatilla-Typ nicht zu sehr verdeckt, so kommt wahrscheinlich ein freundlicher und liebenswürdiger Mensch herein, der auch den Therapeuten nach seinem Befinden fragt.Ein "typischer" Pulsatilla-Mensch sieht folgendermaßen aus:
Er/sie ist blauäugig, blond bis dunkelblond, hat dicke Haare, vor allem volle, sinnliche Lippen und ist von straffem, weichem, molligem Körperbau (das Barockideal, sehr sinnlich, man kann an Rubens denken). Der Körper ist häufig, wie bei der Pflanze, recht behaart. Die Haut ist blaß, wobei die Wangen wie die Hände und Füße evtl. violettrot von varikösen Äderchen durchzogen sind. Pulsatilla neigt zu Krampfadern. Die Bewegungen des Pulsatilla-Menschen sind langsam, weich und sanft.
Die Leute erröten leicht beim Erzählen ihrer Geschichte, werden aber schnell wieder blaß. Pulsatilla-Kinder sind meist sehr zart, dünnhäutig und feinhaarig. Manchmal sind sie auch etwas kräftiger gebaut, dann von dunklerer Haut- und Haarfarbe und meist viel träger als die zarteren Kinder.Der Pulsatilla-Mensch wird sehr offen über seine Beschwerden und sein Leben erzählen. Er wird bei intimeren Details erröten und in der Anamnese sehr leicht weinen, wenn er an traurige Punkte in seiner Geschichte kommt. Dies Weinen tut ihm gut und vergeht auch schnell wieder. Man darf Pulsatilla-Patienten nie Suggestivfragen stellen. Sie werden es dem Therapeuten recht machen wollen und das sagen, wovon sie glauben, daß er es zu hören wünscht.
Es wird schwierig sein, klare Aussagen über die Beschwerden der Pulsatilla-Patienten zu bekommen. Alle Beschwerden sind "mal so -mal so", sie wechseln ständig Ort, Zeit und Art, und so beschreibt der Patient sie auch. Nach anfänglicher Unklarheit ist dies ein guter Pulsatilla-Hinweis für den Therapeuten.
Pulsatilla wird in der Anamnese kaum zu einem Ende kommen. Immer fällt ihr noch etwas ein. Sie hat dem Therapeuten vieles anvertraut und will sich in seine Abhängigkeit begeben. Sie wird vielleicht kurz nach ihrem Besuch bei ihm wieder anrufen, sie braucht den Therapeuten nun, und er hat für sie da zu sein.
Pulsatilla ist ihm für sein Dasein sehr dankbar und häufig bringt sie bei jedem Besuch auf nicht aufdringliche Art ein kleines Geschenk mit, vielleicht einen selbstgebackenen Kuchen oder etwas anderes Liebevolles.
Sie bestätigt dann gerne, wie sehr ihr der Therapeut und die Mittel geholfen haben, doch eventuell möchte sie gar nicht ganz gesund werden, weil sie dann keinen Grund mehr hätte, den Therapeuten aufzusuchen, zu dem sich solch ein guter Kontakt entwickelt hat.Leitsymptome des Gemüts:
- Natürliche, freundliche, schüchterne, sanfte, gefühlvolle Menschen.
- Nachgiebig, seltener aber auch stur.
- Neigt leicht zum Weinen. (Das tränenreichste Mittel; Weinen beim Erzählen der Beschwerden.) Leicht zu trösten. Weinen wechselt ab mit Lachen.
- Wechselnde Launen.
- Reizbar, mürrisch.
- Neigt zu Depressionen.
- Zweifelt an Genesung.
- Will getragen werden (möchte Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit bekommen).
- Abhängigkeit.
- Starkes Harmoniebedürfnis.
- Scheu vor dem anderen Geschlecht.
- Ängste, besonders abends im Dunkeln, vor dem Alleinsein.
- Kann vor Gedanken nicht schlafen.
- Macht sich Sorgen.
Körperliche Leitsymptome:
ALLGEMEIN:
- Aussehen: blond, blauäugig, mollig, sinnlich, helle Haut (Barockideal, Rubens).
- Pubertätsmittel (geschlechtliche Reife verzögert; Blässe, Mattigkeit, Kopfweh, Frösteln, Müdigkeit).
- Klimakterium (Depressionen, Hitzewallungen).
- Ständiger Wechsel aller Symptome, Wechsel des Ortes, der Zeit, der Art und der Intensität der Schmerzen ("mal so - mal so")
- Folge von Masern, von Tuberculose.
- Am Anfang der Bewegung <, aber längerdauernde Bewegung>, (langsame Bewegung>). - Friert leicht, dennoch> durch kalte, frische Luft. < aller Beschwerden infolge von Durchnässung, Verkühlung.
- Alle Absonderungen: milde, cremig, gelblich (weißlich oder grünlich), nicht ätzend, nicht riechend (Schweiße einseitig).
- < abends und vor Mitternacht, bei Schmerzen und Husten. < morgens, der nervösen Abspannung und Verstimmung (nach Ruhe, Bettwärme, Zimmerluft).
- Schlaflage typisch: liegt auf dem Rücken, die Hände über dem Kopf (unter dem Kopf, auf dem Bauch), und die Beine sind angewinkelt.
- Vorherrschende Angriffsseite: rechts
- Kopfschmerzen : Kopfschmerzen in Zusammenhang mit Magenbeschwerden (Unbehagen im Magen und Brechreiz wie bei verdorbenem Magen). Schulmädchenkopfschmerz (durch geistige Überanstrengung). Kopfschmerz mit Weinen.
- Augenkrankheiten
- Neigung zu Otitiden
- Mund : bitterer Geschmack, (übler Geruch), trocken - dabei durstlos, Zungenbelag schmutzig-weiß.
- Nase : "reifer Schnupfen" (dicker, gelber, übelriechender Schleim, > frische, kalte Luft). Heuschnupfen.
- Husten, > Aufsitzen; Asthma; Lungen-Tuberculose.
- Magen : Gastritis, Völlegefühl längere Zeit nach dem Essen mit Brechreiz.
Kopfschmerzen statt Magenschmerzen. Unverträglichkeit von fetten, vor allem fettgebackenen Speisen (= akute Dyspepsie), Abneigung besonders gegen Schweinefleisch (= Übelkeit). Aber Verlangen und Verträglichkeit von Butter und Sahne. Verlangen nach frischen Speisen, weiß nicht wonach.
Durstlos, auch bei Hitze und im Fieber (selten auch Durst) Leicht verdorbener Magen.
- Durchfall häufiger, Verstopfung ganz selten.
Jeder Stuhl ist anders.
- Häufiger Harndrang, unwillkürlicher Harnabgang.
Geschlechtsorgane :
Männer : Hodenschwellung, Entzündungen der männlichen Geschlechtsorgane.
Sexualtrieb vermehrt.
Frauen : Sexualtrieb vermehrt.
- Regel zu spät, ausbleibend (besonders durch nasse Füße), zu schwach; ständig wechselnd in Regelmäßigkeit, Stärke, Aussehen, Schmerzhaftigkeit und Dauer.
Schmerzen bei Menses abwärtszerrend.
Beschwerden (Krämpfe, wechselnde Gemütslage, Kopfschmerzen) vor, während und bei unterbliebener Menses.
- Fluor : sahnig mild oder scharf.
Fluor bei jungen Mädchen, in der Schwangerschaft.
- Mammae : Milchproduktion bei Nichtschwangeren (bei Mädchen vor der Pubertät), zu wenig Milchsekretion. Brüste schmerzend.
- Schwangerschaftsmittel : stellt normale Kindslage her, beugt Wehenschäche vor. Bei Krampfwehen.
Erleichtert Hingabe an die Geburt.
- Lochien unterdrückt.
- Bei Abort.
- Fruchtbarkeitsmittel.
- Extremitäten : Neigung zu Krampfadern.
- Rheuma (Ort und Art der Beschwerden wechselnd, beginnende Bewegung<, länger anhaltende Bewegung>, Kälte>, Wärme<).
- Neigung zu kalten Füßen (oder heiße Füße).
Krankheitsfolgen nach durchnäßten Füßen.
- Haut : Hautjucken, Nesselsucht, Masern, Frostbeulen.
Silicea und Tuberculinum sind "die chronische Pulsatilla".
Pulsatilla ist angezeigt bei "Vergiftung durch Chinarinde, Chinin, Eisenpräparate, Quecksilber und Schwefel".
Weitere verwendete Literatur : - Otto Leeser: "Leesers Lehrbuch der Homöopathie", 2. überarbeitete Auflage, 1987, Karl F. Haug Verlag Heidelberg - Gilbert Charette: "Homöopathische Arzneimittellehre für die Praxis", Hippokrates Verlag, Stuttgart, 1985 - Julius Mezger: "Gesichtete Hom. Arzneimittellehre" Karl F.Haug Verlag, Saulgau (Württ.), 1950 - G. Vithoulkas: "Essenzen hom. Arzneimittel" - Adolf Voegeli: "Leit- und wahlanzeigende Symptome der Homöopathie", Karl F.Haug Verlag, Heidelberg - Heinrich Gerd-Witte: "Kompendium für hom. Arzneisymptome"; Karl F. Haug Verlag, Heidelberg, 1981Samuel Hahnemann Schule, Mommsenstr. 45, Berlin